• Home

Das Blog-Ha.us

Irgendwas ist ja immer…

Feed on
Posts
Comments
« Filmkritik: "Ultraviolet"
Filmkritik: “Batman Begins” »

Filmkritik: “School Of Rock”

Dez 13th, 2007 by Hausmeister

Ich gebe zu: ich mag Jack Black nicht! In Peter Jacksons „King Kong“ ging er mir mächtig auf den Zeiger, mit seinen diversen Geschmacklosigkeiten in „Nacho Libre“ trieb er mich gar vorzeitig aus dem Kino. Doch eins muss man ihm lassen: er ist bis auf die Knochen ein echter Vollblut-Rocker. Seine Leidenschaft zum Glam-Rock brachte er ja später auch mit „Tenacious D“ zum Ausdruck. Also: warum nicht mal einen Film versuchen, in dem Black seiner Leidenschaft freien Lauf lassen kann?

Und damit sind wir auch schon an dem Punkt, der diesen Film für mich so klasse macht: hier merkt man Black in jeder Sekunde das Herzblut an. Er spielt einen arbeits- und erfolglosen Hobby-Musiker, der sich durch einen dummen Zufall einen Aushilfsjob an der örtlichen Vorzeige-Schule erschwindeln kann. Dort stellt er schnell fest, dass in den arg konservativ erzogenen Zehnjährigen seiner Klasse unter der Schuluniform talentierte Musiker schlummern. Fortan lehrt Black den auf Klassik konditionierten Strebern das Rocken – Gitarren-Posen und Headbangen inklusive.

Wieder einmal wird klar, was schon für „About A Boy“ galt: Filme, in denen Kids zum großen Finale hin ihren „großen Auftritt“ haben, genießen bei mir eine große Sympathie (wenn wir da jetzt mal das grandiose Gitarren-Duell zwischen „Karate-Kid“ Ralph Macchio und Gitarren-Gott Steve Vai in „Crossroads“ ausblenden…). Und Jack Black schafft es mit „School Of Rock“ von Null auf Hundert mein Herz zu erobern. Jede Sekunde merkt man ihm seine Hingabe an. Höhepunkt sind somit natürlich auch seine phänomenalen Ausraster an der Gitarre sowie mit Inbrunst vorgetragene Gesangseinlagen der Marke AC/DC.

Und auch die Kids schaffen es sehr, mir zu gefallen. Herzallerliebst sieht es aus wenn die grauen Mäuschen auf einmal ein elektrisches Musikinstrument umgeschnallt bekommen und Schritt für Schritt lernen, was Musik eigentlich wirklich ist: Leidenschaft.

school_of_rock

Zum einen gefiel es mir sehr gut, dass der Film seine Botschaften ohne den üblichen Pathos herüberbringt. Endlich schafft es mal ein Film dieses ewige „Du musst es fühlen“ und „Wir sind ein Team“ oder „Jeder Mensch hat etwas ganz spezielles, tolles“ in nicht allzu schmalzige Worte zu packen. Zum anderen mochte ich die vielen kleinen Anspielungen auf das Musikbusiness. So verteilt Black als Hausaufgabe Platten von Pink Floyd und Yes oder erläutert im Lehrerzimmer seinen „Kollegen“ seine Pädagogik Methoden mit einem Lied-Zitat von Whitney Houston: „I believe that children are our future, teach them well and let them lead the way…“ Klasse!

Tja, so kann es gehen. Auf einmal ist Jack Black nicht mehr der ätzende Typ, der durch möglichst verstörende Gesten und Aktionen im Licht der Öffentlichkeit stehen will, sondern ein echter Rocker, der nebenbei auch Filme macht. Und nach „School Of Rock“ muss natürlich „Tenacious D.“ unbedingt auf meine „Must-See-Liste“ gesetzt werden.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich es vorzog, die englische Originalversion zu gucken. Gerade bei diesen fantastischen Gefühlsausbrüchen und seinem enthusiastischem Gerede, grauste es mir bei dem Gedanken an die deutsche Synchro.

Bewertung:
4 Sterne

Posted in Film, Meinung

3 Responses to “Filmkritik: “School Of Rock””

  1. on 13 Dez 2007 at 23:201Phil

    Ja, ich gebe zu, Jack Black ist sehr ambivalent.

    Aber seine Filme, die sich um Musik drehen sind einfach der Hammer schlechthin. Wie du geschrieben hast, merkt man einfach den Spaß am Rock. Das ist authentisch und springt sofort über.

    School of Rock ist wirklich ein Film, der immer wieder sehr gern von mir gesehen wird.

  2. on 14 Dez 2007 at 02:302sammy

    School of Rock ist wirklich ein uter Film… Und ich muss zugeben, dass das Titellied am ende mit ein wneig Gänsehaut aufn Rücken bringt… das ist wirklich DER HAMMER! :)

    “Tenacious D” wird dir sicherlich auch gefallen… Ich find den Film unglaublich und bestimmt doppelt so gut wie “School of Rock”. Der Film ist etwa so genial wie der Clip und das Lied von “Tribute” von Tenasious D -> http://youtube.com/watch?v=pcJwz7wu8_s
    Ebenfalls ein MUST SEE!!! Mal abgesehen davon dass das Lied ebenfalls ein absoluter Hammer ist…

  3. on 14 Dez 2007 at 02:323sammy

    Ach und was ich noch sagen wollte… die 2 sind der beste beweis dass man auch gute Filme und gute Musik machen muss ohne Top auszusehen :)

  • Letzte Artikel

    • Filmkritik: “The Crazies”
    • Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • Filmkritik: “Robin Hood”
    • Filmkritik: “Keep Surfing”
    • Filmkritik: “Iron Man 2”
  • Aktuelle Kommentare

    • Tobias bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • hausmeister bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • FS bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • derhenry bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • Das bloggende Hannover » Blog Archiv » Monatsrückblick Mai 2010 bei Filmkritik: “Iron Man 2”
  • IMG_0444IMG_0443IMG_0442IMG_0441IMG_0440IMG_0439

Das Blog-Ha.us © 2010 All Rights Reserved.

Free WordPress Themes | Fresh WordPress Themes