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Filmkritik: “Madagascar 2″ »

Filmkritik: “11:14″

Dez 8th, 2008 by Hausmeister

Ich liebe ja manche Filme, bei denen der Zuschauer auch mal sein Gehirn benutzen muss. Natürlich ist auch gegen Eye-Candy wie „Wie sehr liebst du mich“ mit Monica Bellucci nichts zu sagen, aber wenn sich die Hirntätigkeiten nicht unbedingt darauf konzentrieren müssen, Namen und Beziehungen von zig Personen untereinander merken zu müssen, kann auch Kino mit Köpfchen bei mir punkten. Bestes Beispiel: „11:14“.

Eine Inhaltsangabe zu geben fällt schwer, denn die komplette Handlung des Films läuft in nur gut 20 Minuten ab. Ohne zuviel zu verraten: es geht um mysteriöse Todesfälle, Überfälle, verruchte Sex-Treffen und Komodo-Warane. Klingt skurril? Ist es auch.

Der besondere Kniff dieses Films: der Zuschauer sieht die Geschehnisse aus einer Handvoll unterschiedlicher Sichtweisen. So folgt die Kamera einer Person etwa 10-15 Minuten, um dann mit einem schnellen Perspektivwechsel auf den nächsten Darsteller, die Zeit zurückzudrehen und die Ereignisse aus dessen Sicht zu präsentieren.

Der Vorteil: restlos alles, was in einer Szene vorkommt, hat einen tieferen Sinn, der sich meist erst „ein paar Personen später“ erschließt. Wer sich beispielsweise wundert, was eine Bowlingkugel nachts auf einem Friedhof zu suchen hat, muss sich nur ein wenig gedulden und bekommt die Lösung im nächsten oder übernächsten Handlungsstrang präsentiert. Für manchen Zuschauer mag das ein Nachteil sein: man sollte sich wirklich gut konzentrieren und nichts und niemanden als unnötig ausblenden. Locker-flockiges nebenbei unterhalten fällt da ziemlich flach.

Doch genau das macht diesen Film für mich so reizvoll. Wenn man erst mal geblickt hat, dass selbst das nichtigste Detail später wieder aufgegriffen wird, wächst natürlich die Neugier, das Story-Konstrukt komplett zu erfassen. Und wenn dann ein Auto ganz unspektakulär über eine Kreuzung fährt, denkt man schnell: „Na, da bin ich ja mal gespannt, was das jetzt wieder mit der Story zu tun hat.“

Ein intelligenter Film, der neben einem teils skurrilen Soundtrack und einer Story mit einer guten Balance aus Spannung und einer Prise Spaß auch noch einige hochkarätige Schauspieler vorweisen kann: Patrick Swayze (”Dirty Dancing”) spielt einen besorgten Vater, während die zweifache Oscar-Gewinnerin Hillary Swank (”Million Dollar Baby”)eine zahnspangentragende Hinterwäldlerin gibt. Auch der Rest des Cast ist stimmig mit den passenden Typen besetzt. Aber Henry Thomas (”E.T. -- Der Außerirdische”) habe ich echt nicht erkannt…

Fazit: ein kurzweiliger Film, der trotz des Wissens um den Ausgang der Geschichte viel Neugier beim Publikum wecken kann.

Rating: ★★★★★★★★☆☆

Trailer:

Tags: film, Filmkritik, filmrezension, Kino, krimi, kritik, rezension, Swank, swayze

Posted in Film, Meinung

One Response to “Filmkritik: “11:14″”

  1. on 12 Dez 2008 at 07:011Nerdtalk Episode 81 : Nerdtalk

    [...] 11:14 Collateral Tödlicher Anruf Madagascar 2    Nerdtalk Episode 80 [22:07m]: Play Now | Play in Popup | Download (39) [...]

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