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Filmkritik: “Collateral”

Dez 9th, 2008 by Hausmeister

Taxifahrer haben ja nun wirklich einen vielseitigen Beruf. Jeden Tag sitzen andere Leute auf dem Rücksitz und lassen sich von A nach B kutschieren. Mal sind es fröhliche Gestalten, mal echte Unsympathen. Doch was macht man, wenn auf dem Rücksitz auf einmal ein lupenreiner Auftragskiller platznimmt?

Taxifahrer Max denkt sich nichts Böses als er den elegant gekleideten grauhaarigen Herren als Fahrgast aufnimmt und ihn zu seinem Ziel fährt. Da der anscheinend seriöse Geschäftsmann Vincent einige Termine abklappern muss, bietet er Max einen geschmeidigen Haufen Geld, wenn dieser ihn die gesamte Nacht durch zu allen Terminen fährt. Ist Max anfangs noch guter Dinge und freut sich auf leicht verdientes Geld, ist es mit der Ruhe schnell vorbei. Beim ersten „Termin“ landet ein Mann, der frisch erschossen aus einem Wohnhaus gefallen ist, direkt auf seiner Windschutzscheibe. Max wird klar, dass die „Termine“ seines Fahrgastes so ganz anderer Natur sind als üblich. Wie kann er vor Vincent fliehen?

Ich hatte den Film als sehr spannend in Erinnerung, weswegen ich ihn auch für einen gemeinsamen Filmabend mit Phil vorgeschlagen hatte. Bei der zweiten Sichtung war ich doch ein wenig enttäuscht. Wobei diese Enttäuschung sicherlich vor allem meinem Wissen um die Entwicklung der Story geschuldet ist. Jamie Foxx gibt den eingeschüchterten Taxi-Fahrer, der erst eingeschüchtert wirkt, um dann über sich hinauszuwachsen. Tom Cruise mal in der Rolle des eiskalten Bösewichtes zu sehen, war auch spannend. So ungern ich es sage: aber vom schauspielerischen her finde ich ihn doch ausgezeichnet, mag er noch so lange ein Scientologe sein.

Der Film schafft es, die beiden Hauptpersonen immer wieder in unterschiedlichste Situationen zu lavieren, in denen nie wirklich 100% klar ist, ob Vincent nicht doch gerade die Kontrolle über sein tödliches Spiel verliert. Häufig scheint sich für Max eine Chance zu ergeben, seinem ungeliebten Fahrgast zu entkommen, was den Film relativ spannend hält. Vor allem das nervenaufreibende Finale konnte mich auch beim zweiten Ansehen wieder sehr begeistern.

„Collateral“ ist ein spannender Thriller, der nicht nur durch seinen hochkarätigen Cast überzeugt, sondern auch storytechnisch bis zum Schluss fesseln kann.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆

Trailer:

Posted in Tutti Completti

2 Responses to “Filmkritik: “Collateral””

  1. on 09 Dez 2008 at 18:471Eric

    Ich finde COLLATERAL richtig genial. Michael Mann hat es einfach drauf den Moloch der Großstadt darzustellen und seine beiden Hauptdarsteller passen wunderbar.

    10 /10

  2. on 11 Dez 2008 at 18:372der toby

    Ich mag diesen Film auch sehr gerne.

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