• Home

Das Blog-Ha.us

Irgendwas ist ja immer…

Feed on
Posts
Comments
« Dinge, die wir nie wissen wollten…
Meine (Foto-)Vorsätze für 2009 »

Filmkritik: “So finster die Nacht”

Dez 10th, 2008 by Hausmeister

Skandinavische Filme haben gerne mal einen Hang zu skurriler Handlung, verschrobenen Charakteren und einer ganz besonderen Art von Komik. Doch was in Komödien herrlich passt, will im Horrorfilm nicht so wirklich funktionieren.

Oskar ist ein introvertierter 12jähriger Junge, der von seinen Mitschülern teils brutal drangsaliert wird. Eines Tages lernt er seine gleichaltrige Nachbarin Eli kennen, die nicht zur Schule geht und auch sonst sehr viele Geheimnisse zu haben scheint. Nach kurzer Zeit werden in dem kleinen Örtchen mehrere Menschen auf bestialische Weise ermordet. Ist es möglich, dass die so unschuldig wirkende Eli in die Morde verwickelt ist?

Normalerweise bin ich ja so einigen filmischen Experimenten gegenüber sehr aufgeschlossen. Aber es gibt doch auch so einige Kombinationen, die ich mir nicht wirklich gut vorstellen kann. Wir aus Deutschland je ein Film mit der Action-Güte eines „Die Hard“ kommen? Oder ein Film mit der Coolness von „Pulp Fiction“? Schwer vorstellbar. Ebenso wie ernstzunehmende Gruselfilme aus Deutschland – oder eben Skandinavien.

Dass sich „So finster die Nacht“ vom US-amerikanischen Horror-Einerlei gewaltig abhebt, ist offensichtlich. Mit sehr viel Ruhe erzählt der Film seine Geschichte, ohne auf die wichtige Zutat „Spannung“ zu setzen. Den Großteil der Laufzeit plätschert der Film vor sich hin, bietet zwar hier und da ein paar gute Schock-Effekte, die aber nur unzureichend in eine viel zu langatmige Story eingebettet sind, die so gar nicht mitreißen will.

Da hilft es auch nicht, dass die beiden präpubertären Hauptdarsteller ihre Sache wirklich sehr gut machen. Kåre Hedebrant als Oskarspielt sehr glaubwürdig einen unterdrückten Jungen, der sich nicht gegen seine Widersacher aufzulehnen vermag. Lina Leandersson als Eli kauft man das Diabolische ebenfalls ab, ohne dass es zu aufgesetzt wirkt.

Als wenn eine zu tragende Erzählweise für einen Gruselfilm nicht schon schlimm genug wäre, gibt es einige Szenen, die unfreiwillig komisch geraten sind. Wenn beispielsweise eine Frau von einem Dutzend Katzen angefallen wird, so wirkt diese Szene wie aus einer Slapstick-Komödie geklaut und ihr geht der Reiz des wahren Horrors total ab.

Lange Rede, kurzer Sinn: „So finster die Nacht“ konnte bei mir leider überhaupt nicht punkten, da ich zu keinem Zeitpunkt wirklichen Zugang zu dem Film bekommen habe. Selbst gute Szenen blieben somit für mich viel zu belanglos, als dass ich den Film aus Überzeugung empfehlen könnte. Am besten fassen es die Podcast-Kollegen vom Kinocast Gera zusammen: „Muss man nicht im Kino sehen – im Fernsehen auch nicht.“

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

Tags: film, Filmkritik, filmrezension, grusel, horror, Kino, kritik, rezension, vampir, vampire, vampirfilm

Posted in Film, Meinung

2 Responses to “Filmkritik: “So finster die Nacht””

  1. on 18 Dez 2008 at 08:241Nerdtalk Episode 82 : Nerdtalk

    [...] So finster die Nacht [...]

  2. on 14 Jan 2009 at 19:252Das Blog-Ha.us » Blog Archive » Filmkritik: “Twilight”

    [...] etwas andere Vampirfilm“ scheint gerade der große Trend zu sein. Erst vor kurzem lief mit „So finster die Nacht“ ein Film mit den unheimlichen Blutsaugern, der weg vom Horror, hin zur Romanze tendierte. Nun [...]

  • Letzte Artikel

    • Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • Filmkritik: “Robin Hood”
    • Filmkritik: “Keep Surfing”
    • Filmkritik: “Iron Man 2”
    • E-Books – Eine Einschätzung
  • Aktuelle Kommentare

    • Tobias bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • hausmeister bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • FS bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • derhenry bei Endlich wieder Bloggertreffen in Hannover
    • Das bloggende Hannover » Blog Archiv » Monatsrückblick Mai 2010 bei Filmkritik: “Iron Man 2”
  • IMG_0444IMG_0443IMG_0442IMG_0441IMG_0440IMG_0439

Das Blog-Ha.us © 2010 All Rights Reserved.

Free WordPress Themes | Fresh WordPress Themes