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Filmkritik: “The Transporter”

Jan 12th, 2009 by Hausmeister

Auch wenn Luc Besson in den vergangenen Jahren viel Mist verzapft hat: einige seiner etwas älteren Filme gehören doch zu meinen absoluten Lieblingen. “Leon – Der Profi” etablierte Jean Reno als “coole Sau” des französischen Kinos. „Das fünfte Element“ war eine gelungene Mischung aus Science-Fiction und Abenteuer (mit Milla Jovovich!). „Johanna von Orleans“ war ein schönes Epos um die als Heilige verehrte Frau, die vielleicht einfach nur zu wenige Tassen im Schrank hatte – gespielt von einer äußerst glaubwürdigen…Milla Jovovoich. Den nun laufenden dritten Teil der „Transporter“-Reihe nahmen Phil und ich zum Anlass, uns auch mal die beiden Vorgänger anzusehen, für die Besson das Drehbuch beigesteuert hat.

Frank ist Auftragsfahrer, der für die verschiedensten Personen der Unterwelt brisante Güter von A nach B schafft Als er – entgegen den von ihm selbst aufgestellten Grundsätzen – eine Transporttasche öffnet, fällt ihm die darin eingeschlossene Asiatin Lai entgegen. Kurz nachdem Frank seinen Auftrag erfüllt hat, explodiert sein Wagen. Frank sinnt auf Rache und hat nach kurzer Zeit mit Lai eine ebenso rachewillige Sinnesgenossin an seiner Seite.

Anfangs erinnerte „Transporter“ mich sehr stark an den Film „Taxi“. Wilde Verfolgungsjagden, quer durch den französischen Durchgangsverkehr, garniert mit witzigen Einlagen und flotten Sprüchen, drängen diese Assoziation förmlich auf. Doch „Taxi“ in allen Ehren: während „Taxi“-Hauptdarsteller Samy Naceri eine tolle Besetzung für ein „ausgefuchstes Schlitzohr“ ist, brilliert Jason Statham gewohnt in der Rolle des testosteronstrotzenden Haudraufs.

Ich gebe es ja ungerne zu, aber für mich ist Statham momentan der angesagteste Action-Darsteller. Während andere Ikonen des Action-Genres auch durch extreme Wandlungsfähigkeit glänzen (ich sage nur: „Stirb Langsam“-Bruce Willis in „The Astronaut Farmer“…), ist Statham fest im Action-Genre verankert. Was in diesem Fall kein Nachteil sein muss. Vermutlich wirkt er auf mich so authentisch, weil man ihn eben nicht aus herzerweichenden Schmonzetten kennt, sondern immer und jederzeit nur als den knallharten Kerl. Und den nehme ich ihm zu 100% ab. Neben einigen 08/15-Actionern wie „Death Race“ hat er mit „Crank“ in einem zum Kultfilm avancierten Werk mitgespielt und mit „Bank Job“ sogar gezeigt, dass es nicht immer nur die platte Action sein muss.

Doch zurück zu „Transporter“. Der Film lebt durch seine guten Action-Sequenzen. Die Verfolgungsjagden sind gut geschnitten und bieten einige Überraschungen, doch besonders gut gefielen mir die Choreographien der in Fülle vorhandenen Nahkampf-Szenen. Während man in der einen Sekunde über die geschickten Schläge und Tritte staunt, gibt es in der nächsten Sekunde wieder etwas zu lachen. Manche Effekte waren einfach nur richtig schön „drüber“, so dass sie zwar nett anzusehen waren, dem ganzen aber seine Ernsthaftigkeit nahmen. Schön, wenn sich ein Action-Film nicht allzu ernst nimmt.

Nicht ganz so gelungen, weil ziemlich altbacken, ist die Story. Weder bietet sie etwas Neues, noch nie da gewesenes, noch überrascht sie mit unerwarteten Wendungen. Die Bösen sind die Bösen, der Gute ist der Gute. Basta. Hier hätte ich gern ein wenig mehr gesehen: bessere Charaktere in einer ausgeklügelteren Story. Trotz allem ist „Transporter“ wegen seiner Action-Sequenzen durchaus sehenswert.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆

Posted in Film, Meinung

One Response to “Filmkritik: “The Transporter””

  1. on 27 Jan 2009 at 18:191Das Blog-Ha.us » Blog Archive » Filmkritik: “Transporter 3”

    [...] nicht gerade durch bahnbrechende Innovationen ausgezeichnet, waren aber insgesamt doch mal mehr (Teil 1) mal weniger (Teil 2) amüsant anzusehen. Teil 3 passt sich zwar alles in allem gut in die Serie [...]

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