• Home

Das Blog-Ha.us

Irgendwas ist ja immer…

Feed on
Posts
Comments
« Filmkritik: “Transporter – The Mission”
Die Story zum Foto, Teil 30 »

Filmkritik: “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen”

Jan 12th, 2009 by Hausmeister

Sean Connery ist schon zu Lebzeiten eine Legende. Auch Generationen nach ihm werden ihn weiterhin als den einzigen wahren James Bond bezeichnen. Die Liste seiner Filmerfolge ist ellenlang. Warum ausgerechnet ein so schwacher Film wie „Die Liga…“ der Endpunkt seines schauspielerischen Schaffens sein musste, will mir jedoch nicht in den Kopf.

Das Filmprinzip hat ein wenig was vom Moulinex-Mixer: man nehme unterschiedlichste Abenteurer und Helden, lasse sie aufeinander treffen und gemeinsam die Welt retten – fertig ist der Film. Die Idee, bekannte Größen wie Allan Quatermain, Kapitän Nemo, Tom Sawyer und den Unsichtbaren in einer Geschichte zusammenzuführen, ist an sich nicht schlecht. Es wirkt wie eine Old-School-Version der „Fantastic Four“: jeder hat seine herausragenden Fähigkeiten. Quartermain ist ein kluger und mutiger Abenteurer, Sawyer kann toll schießen, Dorian Gray ist unsterblich, Mina Harker („Dracula“) ist ein Vampir und Kapitän Nemo, nun ja, er hat ein schickes U-Boot. Gemeinsam kämpfen sie gegen keinen geringeren als das Phantom der Oper, das durch das Entfachen eines Weltkrieges die Macht an sich reißen will.

So gut ich die Idee fand, verschiedene Charaktere in einem Film unterzubringen, umso unspektakulärer fand ich das Ergebnis. Zwar beginnt der Film mit einigen bombastischen Szenen, in denen u.a. mehrere Zeppeline in Sekundenbruchteilen in Flammen aufgehen; leider kann der Film über weite Strecken dieses hohe Level nicht halten. Und auch wenn es spannend ist zu erleben, wie in Venedig ein Häuserblock nach dem anderen im Domino-Verfahren umkippt – so richtig mitreißen wollte das dann doch nicht.

Was mir hingegen durchweg gefallen hat, war der fantastische Look des Films, der eindeutig von Jules Verne inspiriert wurde. Alles ist gerne mal ein wenig verschnörkelt und designbewusster als es eigentlich sein müsste. Doch was der Film mit einem überaus gelungenen Bühnenbild aufbaut, reißt er mit seiner belanglosen Story sogleich wieder ein.

„Die Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen“ ist ein Film, der mit einigen beachtenswerten Effekten und einer im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Ausstattung zu gefallen weiß – nur leider fehlt sowohl der Story als auch den Charakteren die notwendige Tiefe, die es braucht, um Zuschauer wirklich mitfiebern zu lassen.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆

Posted in Film, Meinung

One Response to “Filmkritik: “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen””

  1. on 12 Jan 2009 at 22:391SvOlli

    Lies einfach die Bücher (Comics). Der Film deckt nur die Thematik des ersten Buches ab, ist von der Story her besser aufgestellt, weil man zum Beispiel nicht für den amerikanischen Markt noch mal eben den Tom Sawyer aus dem Hintern ziehen musste. Das zweite Buch greift übrigens sehr gelungen die “Krieg der Welten” Thematik auf. Und während das erste Buch die Entstehung der Liga beschreibt, erzählt dann das zweite den Zerfall.

    Band drei habe ich eben erst geordert, darum kann ich dazu nichts sagen. :)

  • Letzte Artikel

    • Qualitätsjournalismus – kleiner Nachschlag
    • Gebührenfinanzierter Stumpfsinn
    • Life is good
    • Premierenkarten zu “Karate Kid” in Berlin gewinnen
    • Der Über-Fan
  • Aktuelle Kommentare

    • Thema Qualitätsjournalismus « Lindenwatch Blog bei Gebührenfinanzierter Stumpfsinn
    • Thema Qualitätsjournalismus « Lindenwatch Blog bei Qualitätsjournalismus – kleiner Nachschlag
    • hausmeister bei Life is good
    • bullion bei Life is good
    • derhenry bei Der Über-Fan
  • IMG_0014.JPGIMG_0013.JPGIMG_0012.JPGIMG_0011.JPGIMG_0010.JPGIMG_0009.JPG

Das Blog-Ha.us © 2010 All Rights Reserved.

Free WordPress Themes | Fresh WordPress Themes