Radlers Tagebuch, Teil 1 – Wie alles begann…
Okt 7th, 2009 by Hausmeister
Der Himmel ist grau. In erträglichen Böen schlägt mir der kühle Wind ins Gesicht, angereichert mit eiskalten Regentropfen, die langsam an meinem Gesicht herunterlaufen. Ich könnte umkehren – will ich aber nicht! Die Zeit der Bequemlichkeiten ist vorbei. Von nun an heißt es „Zähne zusammenbeißen, weitermachen!“. Der persönliche Erfolg, der Sieg gegen den Schweinehund, wird die Anstrengungen schon lohnen.
Einige werden sich sicherlich fragen, was ich in den vergangenen Monaten gemacht habe, in denen es hier so still war. Im Sommer habe ich bereits von meiner neuen Leidenschaft geschrieben: dem Radfahren. Das sich langsam nähernde Ende der „Saison“ ist ein guter Anlass, die letzten Monate noch mal Revue passieren zu lassen. Wenn schon das Blog wiederbeleben, dann am besten gleich mit einer richtig ausführlichen Artikelserie. Wer mich kennt, der weiß um meine Neigung zur Euphorie, die manchmal schneller erlischt als ein günstiges IKEA-Teelicht…
Sport und ich haben in den vergangenen Jahren in einer freundschaftlichen Koexistenz gelebt: wir haben uns beide so gut es geht in Ruhe gelassen. In unserer kostenlosen Klolektüre „Healthy Living“ habe ich zwar häufiger mal was davon gehört (inklusive seinen modischen Auswüchsen wie etwa Hatha-Yoga und Qigong), aber selbst beim Fernsehen war mein Sportinteresse zu gering als dass ich nicht bei jeglichen Sportsendungen sekundenschnell weitergezappt hätte. Es gab bisher nur drei Dinge, die mich am Sport interessiert haben: die Spielergebnisse von Hannover 96, dem HSV und dem 1. FC Köln (fragt nicht…).
Doch schon zu Beginn des Jahres beschlossen Frau und ich, dass wir für diesen Sommer unsere Fahrräder vom Fachmann wieder fahrtüchtig machen lassen würden. Die Fahrräder waren ein Geschenk meiner Eltern, die uns ihre hochwertigen Drahtesel wegen chronischer Nichtbenutzung lieber geschenkt haben, als sie im Keller verrosten zu lassen. Lange Zeit rosteten sie nun in unserem Keller gemütlich vor sich hin. Viel zu lange, denn damit kommen wir gleich mal zum peinlichen Teil der Geschichte…
Zuletzt haben wir diese Fahrräder im Sommer 2007 bewegt. Als wir nun im Frühling die Räder zur Fahrradwerkstatt bringen wollten, standen wir ziemlich ratlos in unserem gemeinschaftlichen Fahrradkeller. „Hölle, welche Räder gehören denn uns?“ Wir waren uns nicht mehr 100%ig sicher. Zum Glück hatte ich schlussendlich die rettende Idee, für die ich heute noch verschämt auf den Boden gucke: 2007 hatten wir bei einer Radtour eine Kamera dabei und wie durch Zufall waren auf einigen Fotos unsere Räder zu sehen. Nix wie zurück in die Wohnung, das Fotoarchiv durchforstet und dann die Räder identifiziert. Es stellte sich heraus, dass unsere Räder diejenigen mit den meisten Spinnenweben waren. Hätte man sich denken können.
To be continued…






[...] wegen “Goldner Oktober”, vorzeitiger November wäre dieses Jahr passender gewesen, so kam man bei den real existierenden [...]