Filmkritik: “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen”
Feb 1st, 2010 by Hausmeister
Auch wenn er ganz harmlos aussieht: der Erfinder Flint Lockwood macht dem lieben Gott Konkurrenz. Haben ihm seine genmanipulierten Flugratten bisher nur den Unmut seines Städtchens Affenfels eingebracht, könnte die neue Erfindung richtig einschlagen. Flint hat eine Maschine gebaut, die aus Regen Lebensmittel macht. Doch anders als der Urvater lässt er kein Manna vom Himmel regnen, sondern Cheeseburger, Hot Dogs und Steaks. Wenn schon denn schon. Der Bürgermeister wittert die Chance, aus seinem tristen Örtchen, das bisher nur für seine Sardinen bekannt ist, einen prosperierenden Ferienort zu machen. Flint wird schnell zum Held der Stadt. Bis seine Maschine außer Kontrolle gerät, mannsgroße Steaks darniederprasseln und ein Spaghetti-Tornado Affenfels bedroht.
Jaja, freut Ihr Euch mal alle über „Avatar“ als erfolgreichsten Film alles Zeiten. Ich hingegen hatte mit „Wolkig…“ meinen bisher besten 3D-Film. Und warum? Weil es endlich mal ein Film war, der des 3D-Effektes nicht bedurft hätte. Natürlich ist die Geschichte weder vielschichtig noch überraschend. Die vielen kleinen Gags machen den Film aber ebenso sehenswert wie die diversen Anspielungen auf hauptsächlich Science-Fiction-Filme („Independence Day“, „Star Wars“, „E.T.“).
Von Beginn an hat Flint alle Sympathien auf seiner Seite. Nicht zuletzt, weil die ersten Minuten zeigen, wie er sich als kleines Kind immer gewünscht hat, ein großer Erfinder zu werden; in einer Reihe zu stehen mit Watt, Bell und Tesla. Besonderes Augenmerk verdienen die liebevoll gestalteten Charaktere. Bis in die kleinsten Nebenrollen wirken sie mit viel Herz erdacht und technisch gut umgesetzt. Mein Highlight: der kleine Kameramann des Fernsehteams. Ja, genau so stellt man sich die vor! Brüller.
Zum sympathischen Cast gesellen sich viele schöne Ideen, die das Thema „Essen fällt vom Himmel“ in seiner Gesamtheit ausschöpfen. Es wird sowohl gezeigt, welche guten Seiten so ein Wetterphänomen haben kann (Schneeballschlacht mit Softeis), als auch die verheerende Wirkung des unkontrollierbaren Wetters. Zwar mag „Wolkig…“ die Referenz „Ratatouille“ nicht erreichen, einen 3D-Film wie „Monsters vs. Aliens“ steckt er aber locker in die Tasche.
Ich zumindest hatte mit den Figuren, den vielen lustigen Szenen und der okayen Story einen Riesenspaß.
Eine nette Trivia am Rande: der Affe Steve wird von Neil Patrick Harris gesprochen.
Rating: 















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